Posten 12 - Weiler Nesslere


Die Geländeterrassen von Acher – Grund – Flüh - Brüggelbach – Nesslere sind die am frühesten besiedelten Gebiete im unteren Sensetal. Unten im Talboden mäandrierte die Sense nach Lust und Laune – der Mensch hatte hier nichts zu suchen. Auf den breiten, fruchtbaren Ebenen der Terrassen konnte urbarisiert und der Boden bebaut werden. Brüggelbach ist eine der ältesten Siedlungen der Gemeinde, erstmals erwähnt 1416. Der Name stammt vermutlich vom Bach her, der aus dem Brug oder Bruch (Brugwald, heutige Schiessanlage Bramberg) herkam. Brug/Bruch bedeutet «Sumpf, nasses Gelände, sumpfiger Bach». Von «Bruchbach» > «Bruugbach» > «Brüggelbach».


Nesslere bezieht sich klar auf die Bodenbeschaffenheit - Nässe, nass.


Hier bestaunen Sie die mächtige, wunderschöne Eiche. Sie wurde auf Betreiben von Lehrer Hans Beyeler ins Inventar der geschützten Naturdenkmäler aufgenommen und erhielt, weil ihr Besitzer, Christian Flühmann, aus Bescheidenheit nicht verewigt werden wollte, den Namen Freundschaftseiche. Ihr Alter? Am Stefanstag 1999 fällte der Sturm Lothar beim Schulhaus Landstuhl eine ähnlich grosse Eiche. Sie war 351 Jahre alt. Die Freundschaftseiche steht vermutlich am Ostrand des Etters. Das war die mittelalterliche Einzäunung rund um die Siedungen.                                                                                                                                                 

 

Dr. Erich Gäumann


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Aktualisiert am 27.7.2018